Mit Filmen gegen Fremdenhass

Mit Filmen gegen Fremdenhass

Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit sind leider noch immer nicht aus unserem Alltag wegzudenken und bestimmen weiterhin das Leben vieler Kinder und Jugendlichen. Die letzten beiden Jahre haben auch in Deutschland gezeigt, wie wichtig es ist, eine klare Haltung einzunehmen und sich für Toleranz, Vielfalt, Menschenwürde und Gleichberechtigung stark zu machen.

Umso mehr freuen wir uns, dass sich einige unserer Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in ihrer Freizeit mit genau diesen Themen in einem Filmprojekt auseinander gesetzt haben. Das Projekt fand im Unabhängigen Jugendzentrum Pankow JUP in Kooperation mit den Vereinen BildungsBausteine e.V. und OASE Berlin e.V. statt. Gefördert wurde es von der Türkischen Gemeinde in Deutschland durch das Bundesprogramm "Kultur macht stark". Mehr dazu hier Es entstanden drei Filme unterschiedlicher Genre, die wir euch gern vorstellen möchten.

Im ersten Film Zurück ins Studioentwickelten die teilnehmenden Jugendlichen kritische Fragen rund um das Thema Flucht und gingen im Anschluss auf die Straße, um dort Interviews mit Passanten durchzuführen. Unglaublich nüchtern und real zeigen die Jugendlichen dabei einen Querschnitt der Berliner Bevölkerung, die ihre eigenen Antworten darauf findet, warum Menschen aus ihren Herkunftsländern fliehen, warum sie nach Deutschland kommen, ob Deutschland eine Mitschuld für die Flüchtlingskrise trägt und welches trotz alldem die schönen Dinge im Leben sind, an denen es sich zu erfreuen lohnt.

Im Film Karma entwickelten Jugendliche einen fiktiven Kurzfilm der sich mit Vorurteilen im Alltag auseinander setzt und zeigt, wie sich schlechtes Karma auf das eigene Leben auswirken kann. Tja, manchmal ist Schadenfreude halt auch ein bisschen schön.


Im letzten der entstandenen Filme SeHoRa – Diskriminierung aus einem anderen Blickwinkel“  zeigen die Jugendlichen in drei kurzen fiktiven Sequenzen drei unterschiedliche Arten von Diskriminierung. Was ist Sexismus, wie wirkt sich Homophobie aus und wie fühlt sich Rassismus an? Die Jugendlichen finden Antworten in kleinen Spielszenen. Im Gespräch betonen sie „uns ist der Film wichtig, weil wir unsere Meinung darin ausdrücken konnten und es sich immer noch um sehr ernste Themen handelt“.

Wir sehen das genauso und wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!